Es gibt einige Gründe, warum man auch ohne konkreten Leidensdruck über einen Jobwechsel nachdenken sollte.

1. Der Job hat sich über die Jahre verändert

Gerade in der schnelllebigen Zeit, die gerade vorherrscht, ist es möglich, dass sich eine Position, die man über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte inne hat deutlich verändert. Durch Reduktion von Stellen oder generellen strukturellen Veränderungen im Unternehmen, kann es sein, dass man immer mehr neue Aufgaben übernimmt und Aufgaben, die man zu Beginn des Arbeitsverhältnisses ausgeübt hat nicht mehr nötig sind.
Dabei besteht die Gefahr, dass man sich mit der Zeit immer weiter von seinem eigentlichen Beruf weg entwickelt und sich in einer Postion wiederfindet, die nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.
Hierbei kann selbstverständlich auch ein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber helfen, in dem man die Situation schildert und darum bittet wieder mehr der ursprünglich angedachten Aufgaben auszuüben.
Jedoch können solche Veränderungen der Position über mehrere Jahre hinweg so festgefahren und selbstverständlich werden, dass nur noch ein Jobwechsel helfen kann wieder im ursprünglichen Beruf arbeiten zu können.

2. Die Firma hat sich verändert

Eine extreme Form des veränderten Arbeitsplatzes liegt dann vor, wenn sich nicht nur die eigene Stelle, sondern das gesamte Unternehmen verändert hat.
Gerade bei Stellen in sehr jungen Unternehmen kann es vorkommen, dass sich das Unternehmen im Laufe der Zeit weiterentwickelt und sich Prozesse und Hierarchien verändern.
Aber auch in etablierten Firmen kann es, beispielsweise durch Fusionierung mit anderen Unternehmen, zu einer deutlichen Veränderungen der Arbeitsbereiche kommen.
Auch interne Umstrukturierungen können ein Grund sein, warum man sich plötzlich in einem völlig anderen Job wiederfindet, als den, den man ursprünglich angenommen hat.

3. Man möchte sich beruflich weiterentwickeln

Nach einer gewissen Anzahl an Jahren im gleichen Unternehmen hat man häufig die höchste Postion erreicht, die für einen persönlich in diesem Unternehmen möglich ist. Ebenfalls sind die Fähigkeiten, die man in einer Position benötigt, häufig über einen längeren Zeitraum gleichbleibend.
Wer sich also persönlich und beruflich weiterentwickeln möchte sollte einen Jobwechsel immer auch als Chance, und nicht nur als Risiko begreifen. Denn in einem neuen Unternehmen weicht die Betriebsblindheit, die man über mehrere Jahre entwickelt hat neuen Sichtweisen und Perspektiven.
Man hat dadurch auch die Möglichkeit sich immer wieder neues Wissen aus dem eigenen Fachbereich anzueignen. Neue Herausforderungen bieten immer auch die Möglichkeit zu lernen und die eigenen Skills zu verbessern. Man vermeidet so zu sehr spezialisiert oder festgefahren zu werden und bleibt stets offen für neue Sichtweisen und Arbeitsweisen.

4. Man möchte eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt erlangen

Wer zu lange in der selben Position verharrt. Wirkt auf Personaler in neuen Unternehmen eher als wenig fortschrittsgewillt. Es kommt der Eindruck auf, man hätte sich auf der Position ausgeruht und wenig Engagement gezeigt, sich selbst weiterzuentwickeln.
Fehlende Möglichkeiten zur beruflichen Fortbildung im Unternehmen kann ein Grund dafür sein. Somit kann ein Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter nicht richtig fortbildet, zum Risiko für die eigene berufliche Zukunft werden. Denn es besteht die Gefahr aufgrund mangelnder Qualifikationen für andere Arbeitgeber uninteressant zu werden.
Deshalb sollte man – wenn sich keine Aufstiegschancen im eigenen Unternehmen bieten – in diesem Falle über einen Jobwechsel nachdenken. Denn so bleibt man für den Arbeitsmarkt attraktiver und hat alle Optionen um seinen persönlichen Traumjob zu finden – und auch zu bekommen!