Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist eine Handlung gemeint, in die mehrere Menschen einbezogen sind. Kommunikation dient der Problemlösung: Kommunikation ermöglicht es, Hindernisse zu überwinden, die sich allein nicht bewältigen lassen.

Kommunikation wird häufig als „Austausch“ oder „Übertragung“ von Informationen definiert. „Information“ steht für Wissen, Erkenntnis oder Erfahrung. Kommunikation erfolgt immer wechselseitig.

Diese Begriffsdefinition deutet darauf hin, dass Kommunikation sehr komplexen Prozessen unterstellt ist. Außerdem ist Kommunikation etwas, was auch ohne Worte und automatisch ablaufen kann. Diesbezüglich hat der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick einmal sehr treffend formuliert: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

Da Kommunikation in der Gesellschaft allgegenwärtig ist, ist naheliegend, dass sie auch im Unternehmenskontext eine zentrale Rolle spielt. Eine gut funktionierende Kommunikation im Unternehmen hat eine Schlüsselrolle darin, wie erfolgreich ein Unternehmen ist.

Im Rahmen der Organisationskommunikation unterscheidet man zwischen interner und externer Kommunikation.
Interne Kommunikation umfasst alle Kommunikationswege innerhalb des Unternehmens, zwischen Mitarbeitern untereinander, Mitarbeiter und Managern, sowie mit den Geschäftsführern oder Eigentümern des Unternehmens.
Externe Kommunikation meint die Kommunikation von Mitgliedern des Unternehmens nach außen, also beispielsweise mit Lieferanten, Kunden oder dem Staat.

Bei interner Kommunikation spielt auch die Richtung der Kommunikation eine Rolle, insbesondere wenn hierarchische Strukturen im Unternehmen vorliegen.

Hierbei unterscheidet man zwischen:
top-down: von Führungsperson zu Mitarbeiter
bottom-up: von Mitarbeiter zu Führungsperson
horizontal: zwischen Personen gleicher Ranghöhe

Zudem kann die Kommunikation innerhalb des Unternehmens mittels verschiedener Medien oder Kommunikationswegen verlaufen, entweder Face-to-Face in mündlicher Form, schriftlich oder digital – digital kann ebenfalls zwischen mündlich und schriftlich unterschieden werden.

Innerhalb von Unternehmen bieten sich einige Kommunikationsinstrumente, von denen einige möglicherweise nicht auf den ersten Blick offensichtlich erscheinen. Instrumente die vermutlich jedem auf Anhieb einfallen sind E-Mails, Telefonate, Meetings, Video-Konferenzen oder Mitarbeitergespräche. Aber auch das Intranet, Stellenausschreibungen, Aushänge am schwarzen Brett oder Dokumente sind eine Form der Kommunikation.

Kommunikation in Unternehmen verläuft immer entweder formell, also strukturiert und geplante Gespräche, die meist von einer Person geführt werden und einen offiziellen Charakter haben oder informell, darunter zählen alle mehr oder weniger „privaten“ Gespräche zwischen Mitarbeitern. Diese informellen Kommunikationswege können aber durchaus auch arbeitsrelevanten Inhalt haben und zum Funktionieren der Geschäftsprozesse beitragen.

Wenn die Kommunikation im Unternehmen gut funktioniert bietet dies zahlreiche Vorteile. Der betriebliche Ablauf kann reibungslos funktionieren, der Zusammenhalt im Team wird gestärkt, Entscheidungsprozesse laufen schnell und unkompliziert ab. Außerdem sind bei guter Kommunikation die einzelnen Bereiche eines Unternehmens ideal vernetzt und somit kann das Unternehmen mit höchstmöglicher Produktivität arbeiten. Und dies ist nur ein Auszug der zahlreichen Vorteile die gute Kommunikation mit sich bringt.

Wie bei allen komplexen Prozessen, welche vielen Chancen und Möglichkeiten zur Problemlösung bieten kann es aber auch immer zu Schwierigkeiten und Missverständnissen kommen. In der Folgenden Blog-Reihe zum Thema Kommunikation in Unternehmen wollen wir einige Tipps geben, wie Kommunikation in Unternehmen reibungslos ablaufen kann, und warum Kommunikationstrainings einen großen Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen haben können.

„Um von anderen verstanden zu werden, muss man den anderen verstehen. Um andere zu verstehen, muss man zuvor sich selbst verstehen.“

(Paul Watzlawick)